Fachschaft Biologie

10. Klasse: Exkursionen zum Romberg

Im Rahmen des Biologieunterrichts unternahm die Klasse 10c des letzten Schuljahres Anfang Juni, bei bestem Wetter, eine Exkursion an den Romberg (oberhalb der WAREMA)unter Begleitung der Lehrkräfte Herr Fertig und Frau Liebl.

Dort befinden sich seit vielen Jahrzehnten Streuobstwiesen, die schon längere Zeit nicht mehr genutzt wurden und daher stark verbuscht waren. Im Rahmen des LIFE+ Projektes „Weinberg und Streuobst auf Muschelkalk“ wurden diese Flächen entbuscht, um die typische und artenreiche Flora und Fauna zu fördern. Die Flächen sind zudem nicht isoliert zu betrachten, sondern dienen zusammen mit anderen Flächen an Main, Saale und Wern als Verbundachse zwischen ähnlichen Flächen im Mittelmeerraum und den südosteuropäischen Steppen. Zu den Charakteristika dieses Standortes gehört es, dass die dort vorkommende Vegetation besonders gut an drei Umweltfaktoren angepasst ist: hohe Sonneneinstrahlung und Temperatur an den Hängen, ein kalkreicher Boden durch Muschelkalk als Ausgangsgestein und ein niedriger Gehalt an Stickstoffverbindungen (mager) im Boden, die für das Pflanzenwachstum unerlässlich sind. Aus diesen Gründen bezeichnet man derartige Flächen auch als Kalkmagerrasen.

In einigen Unterrichtsstunden und einer Exkursion an den Romberg mit Nachbereitung im Klassenzimmer, sollten die Schüler in die Lage versetzt werden, diese Charakteristika zu ermitteln und ebenso wie sich diese auf die Vegetation auswirken. Hierfür wurden vor Ort Bodenproben genommen, die später analysiert wurden. Zudem haben die Schüler am Romberg Vegetationsaufnahmen durchgeführt, um die vorkommenden Pflanzenarten zu bestimmen. Durch vergleichende Vegetationsaufnahmen mit einer nahegelegenen konventionell genutzten Wiesenfläche (intensive Düngung) war es den Schülern möglich, zu bewerten, wie der Einfluss des Menschen auf gewisse Umweltfaktoren die Zusammensetzung der Pflanzenarten beeinflusst. Abschließend lernten die Schüler die typische Vegetation eines Kalkmagerrasens zu erkennen und zu bewerten und welche Pflegemaßnahmen durchgeführt werden dürfen, damit die typische Vegetation dieser Flächen auch erhalten bleibt. Die Schüler hatte sichtlich Spaß daran, ihre Heimat zu erkunden und ihre Artenkenntnis zu erweitern.

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