Seit fünfzehn Jahren gibt es den Bundeswettbewerb  „Jugend debattiert“, an dem jetzt schon über zehn Jahre auch das Balthasar-Neumann-Gymnasium (BNG) regelmäßig teilnimmt. Im Regionalverbund Unterfranken-West – und somit auch am  BNG – wurden jetzt in der ersten Runde die Schulsieger ermittelt.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe erfahren die Themen für ihre mindestens zwei Debatten zehn Tage vorher, die zu vertretende Position „Pro“ oder „Contra“ für die Debattanten wird erst am Wettbewerbs-Tag festgelegt. Koordinator von „Jugend debattiert“ am BNG ist schon seit Beginn Oberstudienrat Holger Seidel, er wird bei der Organisation unterstützt von Oberstudienrätin Ariadna Davin-Vierhaus und weiteren Projektlehrern.

„Jugend debattiert“ will zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie anregen, das Projekt fördert sprachliche und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung durch Training für Lehrer und Schüler. Der bundesweite Debattenwettbewerb für Schüler aller Schulformen in zwei Altersgruppen: Klassen 8 – 9 (AG I) und Jahrgangsstufen 10 – 12 (AG II) erfolgt auf vier Ebenen: Schule, Region, Land und Bund.

In der Regel geht eine Vor-Qualifikation innerhalb der einzelnen Klassen voraus. Die Regeln des Wettbewerbs sind klar: In der Eröffnungsrunde von zwei Minuten darf jeder der Kandidaten Position beziehen, wobei je zwei Debattanten „Pro“ bzw. „Contra“ vertreten müssen. Die Freie Aussprache dauert dann 12 Minuten, in der Schlussrunde wird die Position noch einmal von jedem Kandidaten (max. eine Minute) zusammengefasst. In der sachkundigen Jury finden sich sowohl aktive oder ehemalige am BNG tätige Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen des BNG, die Erfahrung durch langjährige Teilnahme am Wettbewerb besitzen, sowie engagierte Eltern, die als Juroren eigens geschult wurden.

Es gab für die beiden Altersgruppen je ein Halbfinale mit acht Teilnehmern in zwei Debatten. Die Themen waren für AG I „Soll jeder Schultag mit einer Stunde Fitness beginnen?“ und für AG 2 „Soll für die Nutzung von Sozialen Medien eine Klarnamenpflicht eingeführt werden?“ Die jeweils vier Punktbesten in den Wertungskriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft zogen dann in die Finals ein.

BNG-Schulleiter Dr. Hartmut Beck eröffnete mit einem Grußwort den für die Finals vorgesehenen Nachmittag, an dem die 9. Klassen als Zuhörer teilnahmen. Für sie ist das Debattieren auch Inhalt des Deutsch-Unterrichts, in welchem verstärkt die Verbesserung und das weitere Erlernen und Üben der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit auf dem Lehrplan steht, auch mit einer mündlichen Schulaufgabe „Debattieren“. Die Debatten-Themen im Finale waren: „Soll an allgemeinbildenden Schulen die handwerkliche Ausbildung gestärkt werden?“ (AG I) und „Sollen bei allgemeinen Wahlen Jugendliche schon ab 16 Jahren wählen dürfen?“ (AG II).

Finalisten und deren Platzierung:

Altersgruppe 1: Selina Kern (1), Johannes Leser (2), Jana Rothaug (3), Lea Hoffmann (4)

Altersgruppe 2: Nadja Mereien (1), Sönke Menke (2), Laura Diener (3), Marcel Friedrich (4)

Unterstützt wurde dieser Schulentscheid durch den Förderverein des BNG, "Bücherparadies" (Aline Ziemann-Heusler, auch als Jurorin im Einsatz) und "red office" Büro-Albert.

Alle Teilnehmer des Schulentscheids, dem Juroren und Leitung ein sehr gutes Niveau bescheinigten, erhielten eine Urkunde und einen Büchergutschein. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten vertreten das BNG beim Regionalfinale am 15. Februar im Deutschhaus-Gymnasium Würzburg.

 

von: Raymond Roth

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