14.07.2017 | Auch bei der diesjährigen Dachau-Fahrt erlebten die 20 Schüler, die es sich auf sich genommen haben, eine Bewerbung zu schreiben, interessante, teilweise zwar erschütternde, aber insgesamt sehr angenehme Tage in Dachau und Umgebung.

Die Zeit verging viel zu schnell, da durch viele Besichtigungen, informative Seminarkurse, dem ausgesprochen (und verblüffend) guten Essen, sowie einem sehr kompetenten Seminarleiter, der alles kompakt und gut verständlich erklärte, die Stunden wie Minuten verflogen und schon schnell der letzte Tag anbrach. Die Jugendherberge an sich war wirklich viel besser als so manche andere, ausgestattet mit freiem Wlan, Duschen und leckerem Essen, sagte sie uns allen zu. Auch die vielen Informationen über Dachau waren sehr interessant und wissenswert, wobei es für viele ein wahrer Schock war zu sehen, in was unsere Vorfahren so alles - von Selektion der Häftlinge und Vergasung bis hin zum willkürlichen Erschießen von tausenden, meist unschuldigen Menschen - verwickelt waren.

Auch durften wir uns daran erfreuen, einen der letzten noch lebenden Zeitzeugen zu treffen, einen 89 Jahre alten Juden, der uns seine schreckliche, verhängnisvolle Geschichte erzählte und anschließend auch unsere Fragen beantwortete. Viele waren sehr erschrocken, als er erzählte, dass fast seine gesamte Familie in KZs bzw. im Zuge des Antisemitismus ausgelöscht wurde, wobei man sein Verhängnis und die Schrecken dieser Zeit noch immer durch seine Erzählungen und seine Aura aufnehmen konnte. Wir konnten auch einen Schießplatz und natürlich das Denkmal, die Museen und Ausstellungen im KZ Dachau sehen, und veranstalteten außerdem eine schöne Lagerfeuerrunde mit Marshmallows, Stockbrot, einigen Gesellschaftsspielen wie Werwolf und (wenn auch nur sehr dürftig) mit Gesang. Es war eine gelungene Studienfahrt, die man an Geschichte bzw. Religion interessierten Schülern weiterempfehlen kann.

Isabel Ehehalt, 9b

Fachschaft Geschichte

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