Fachschaft Englisch

Eastbourne-Fahrt 2016

Remembrance Day and a lot of sunshine

Während  in Deutschland am 11. 11. kurz nach 11 Uhr an vielen Orten  fröhlich und ausgelassen der Fasching eingeläutet wird, steht in Großbritannien pünktlich um 11 Uhr die „Welt“ still. Mit einer Schweigeminute gedenken alle, denen es in diesem Moment möglich ist, der Gefallenen der vergangenen Kriege. Dieses Jahr nahmen auch 82 Achtklässler und ihre fünf Begleitlehrkräfte des Balthasar-Neumann-Gymnasiums an der Gedenkminute am Denkmal für Kriegsopfer in Eastbourne, Südengland, teil. Sie unterbrachen extra mit ihren englischen Lehrkräften den morgendlichen Unterricht, um sich am nur wenige Schritte von ihrer Schule entfernten Denkmal einzufinden. Schlag 11 verstummten die Gespräche in den Straßen rund um den sonst belebten Kreisverkehr, in dessen Mitte sich das Denkmal befindet. Bis auf öffentliche Verkehrsmittel und Krankenwagen bleiben auch die meisten Autorfahrer am Straßenrand stehen, die Verkäufer in den Geschäften unterbrachen ihre Verkaufsgespräche und schwiegen gemeinsam mit dem jeweiligen Kunden, in den Cafés klapperte kein Geschirr mehr. Erst eine Minute später knüpfen alle wieder an dem an, was sie vor einer Minute unterbrochen hatten. Dieses Jahr folgten oft Gespräche über das amerikanische Wahlergebnis und die eventuellen Konsequenzen für die Bündnispartner Amerikas und ob man nächstes Jahr noch mehr Kreuze mit roten Mohnblumen zum Gedenken an möglichst jeden einzelnen Gefallenen aufstellen muss. In London hatten die Schüler zwei Tage davor gesehen, dass vor Westminster Abbey für ganze militärische Einheiten ein eigenes kleines „Beet“ mit einem Kreuz für jedes gefallene Mitglied der jeweiligen Einheit bereitsteht. Ansonsten hatten die Schüler eine fröhliche und ausgelassene Woche an der Südküste Englands - größtenteils bei trockenem und sogar auch sonnigem Wetter.  Nach einer von Staus geprägten Anfahrt logierten sie von Montag bis Samstag bei Gastfamilien in der Stadt mit den meisten Sonnenstunden in England: Eastbourne. Sie unternahmen begeistert Kliff- und Strandwanderungen, probierten furchtlos kulinarische Spezialitäten, am Strand in direkter Konkurrenz zu diebischen Möwen, die wahllos für „fish and chips“ und Donuts ihren Zoll verlangten, wenn der Käufer nicht schnell genug aufaß. Bei so schönem Wetter lockten die liebevoll gestalteten Museen wie  der Royal Pavilion in Brighton oder das Marine Museum in Greenwich und die National Gallery, das Museum of Transport und das Benjamin Franklin House in London natürlich weniger, aber auch sie boten Abwechslung zu den Souvenir-Raubzügen der Schüler, die durch den günstigen Pfundkurs beflügelt wurden. Am Samstagmorgen stiegen manche Schüler eher unwillig in die Busse, um die Heimfahrt nach Marktheidenfeld anzutreten. Das lag sicher nicht nur an der Länge der Fahrt, aber auch die war dann nach 12 Stunden zu Ende und eine tolle Truppe traf gesund und munter an ihrer Schule ein.

Tanja Linsner

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