Fachschaft Biologie

6. Klasse: Falkner-Besuch

Im vergangenen Schuljahr konnte die Fachschaft Biologie unter finanzieller Unterstützung des Fördervereins wieder den Falkner Jochen Rösner begrüßen. Für alle Schüler der 6. Klassen wurde diese Veranstaltung wieder ein echtes Erlebnis. Nach kurzen Erläuterungen zur Entstehung der Falknerei, die vor allem unter Kaiser Friedrich II. populär wurde, und verschiedenen Ausführungen zur Bedeutung der Falknerei für den Adelsstand im Mittelalter, erklärte uns Herr Rösner viel Wissenswertes über die mitgebrachten Vögel und die klassischen Falknerutensilien. Wenn ein Vogel fliegt, dann nicht, weil er sich bewegen will oder ihm langweilig ist, im Gegenteil es geht in erster Linie um die Futtersuche. So benötigt ein Wanderfalke ca. 8 bis 10 Flüge, um auch nur eine Beute erfolgreich zu greifen. Dies gleicht einem Marathonlauf, wenn man bedenkt, dass der Falke immer aktiv im Ruderflug unterwegs ist und eben nicht mithilfe von Aufwinden segelt. Eindrucksvoll wurde uns am Sakerfalke  „Knöpfchen“ demonstriert wie ein Falke Kreise zieht und dann im Geradeausflug bis zu 170 km/h erreicht (im Sturzflug bis zu 300 km/h). Die Beute wurde zielsicher angeflogen auf der geschwungenen Beuteattrappe (Ledertasche), der Falke breitete seine Schwingen aus („Manteln“) und zerlegte vor unseren Augen das tote Hühnerküken. Nachdem wir Eier verschiedener Größen und unterschiedliche Federn bestaunen durften, kam ein kleiner Falke, der amerikanische Turmfalke, zum Einsatz. Dieser landete auf dem Kopf von Katharina Seibel, die es gelassen hinnahm und keinerlei Angst zeigte vor dem Falken namens „Canel“. Den für Greifvögel typischen Beutegreifreflex zeigte uns der Wüstenbussard „Pedro“ der aus Südamerika stammt. Er ließ den Handschuh der Assistentin von Herrn Rösner nur nach gutem langen Zureden wieder los. Geräuschloses Fliegen erlebten wir dann mit dem Europäischen Uhu „Mo“, der schon in Kinofilmen mitwirkte, und dem amerikanischen Uhu „Titus“. Der amerikanische Uhu ist wesentlich kleiner als sein europäischer Verwandter (bis zu 150 cm Spannweite). Bei beiden kann man laut Herrn Rösner schlechte, bzw. gute Laune an den angelegten bzw. aufgestellten Kopffedern („Ohren“) ausmachen. Für die lehrreiche und zugleich unterhaltsame Biologiestunde bedankten sich unsere Schüler mit anhaltendem, großem Interesse, vielen Fragen und mit einem Applaus bei unserem Greifvogelexperten. 

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