27.11.2019 | Party, Spaß und Alkohol – für viele Jugendliche gehören diese Aspekte häufig zusammen. Dass dabei im Umgang mit Alkohol auch Gefahren lauern können, ist sicher nichts Neues, doch die Art, wie darauf aufmerksam gemacht wird, indes schon. In dem Theaterstück „Alkohölle“, das Beate Albrecht mit Hilfe verschiedener trockener und nasser Alkoholiker entworfen hat, wird das Thema Alkoholmissbrauch eindrucksvoll dargestellt:

Ernst (Wolfgang Pätsch), der betrunken einen für ihn tödlich endenden Autounfall verursacht hat, schließt mit dem Alkoholteufel Al (Michel Mardaga) eine faustsche Wette darüber ab, ob die Tochter Lena (Lisa Seidel) dem Alkohol verfällt oder nicht. Das Mädchen, das mit ihren Freunden gerne Alkohol trinkt, arbeitet bei ihrer Tante Maxi (Beate Albrecht) in einer Werbeagentur und möchte gerne Entwürfe für einen neuen Alkopop bei einer Spirituosenfirma einreichen. Maxi lehnt diesen Auftrag jedoch ab, weil sie aufgrund des Todes ihres Bruders die Gefahren des Alkohols genau kennt, während Lena diese Wahrheit verdrängt. Am Ende bleibt offen, ob Lena die Kurve kriegt.

Die Zuschauer des Stücks, die SchülerInnen des Balthasar-Neumann-Gymnasiums (Jahrgangsstufe 7, 8) und der Mittelschule Marktheidenfeld (Jahrgangsstufen 8, 9, 10) waren sich aber fast einstimmig sicher, dass Ernst seine Wette gewinnt und Lena den Alkoholkonsum in den Griff bekommt. Diese und weitere Fragen wurden im Anschluss an die Aufführung durch die Darsteller beantwortet. Alle vier hätten entweder selbst oder bei Familienangehörigen die negativen Seiten des Alkoholmissbrauchs erfahren, was sie dazu veranlasst habe, durch das Theaterspiel auf die Probleme hinzuweisen. Wichtig sei, sich selbst einschätzen zu lernen, ob man zur Sucht neige und wie man dieser dann begegnen könne, so Beate Albrecht.

Dass Lehrerin und Drogenbeauftragte des BNG Alexandra Liebl das Theaterensemble aus Witten erneut an die Schule holen konnte, ist auch dem Landratsamt, vertreten durch Brigitte Then und Andrea Schön, zu verdanken, welches die Veranstaltung finanziert hat. Auch Tanja Lovett von der Mittelschule Marktheidenfeld unterstützt die kooperative Zusammenarbeit beider Schulen beim Thema Drogenprävention, die sich auch bei anderen Projekten zeigt, wie etwa der Veranstaltung „Discofieber“, die jährlich in der Mittelschule stattfindet.