23.01.2020 | Welche Auswirkungen haben Drogen auf Körper und Psyche? Weshalb sind die Risiken von Drogenkonsum in den letzten Jahren noch gestiegen? Was bedeutet Sucht und Abhängigkeit für den einzelnen? Diese und weitere Fragen beantworteten Polizeioberkommissar Winfried Gehrig und Polizeihauptmeister Stefan Kaiser von der Polizeiinspektion Karlstadt den Schülern der 8. Klassen am BNG.

Alexandra Liebl, die am Gymnasium Marktheidenfeld für die Drogenprävention zuständig ist, hatte den 90-minütigen Vortrag organisiert, dem die SchülerInnen aufmerksam zuhörten. Zunächst stellte Winfried Gehring die gängigsten Drogen vor und fügte Fakten die Region Marktheidenfeld betreffend hinzu. Er erklärte, dass der Konsum von Cannabisprodukten in den letzten Jahren stark zugenommen habe, was besorgniserregend sei, zumal der Wirkstoff THC heute viel konzentrierter vorkomme. „Die Joints der früheren Generation hatten etwa 3-4% THC, heute sind 10-15% enthalten. Das komme von überzüchteten Pflanzen“, so Polizeioberkommissar.

Die Schüler überlegten sich anschließend, was für sie die perfekte Droge sei, stellten aber fest, dass es diese nicht gebe, denn jede Droge hat entsprechende Nebenwirkungen. Veränderungen des Aussehens, wie beispielsweise durch Crystal Meth sind verheerend, Beschaffungskriminalität bei Kosten von Heroin von etwa 6000€ im Monat vorprogrammiert, selbst  Zigaretten enthalten eine Vielzahl verschiedener chemischer Substanzen, die letztlich krebserregend sein können.

Auch über die Entstehung von Sucht und Suchtverhalten sprachen die Polizisten mit den SchülerInnen, die häufig mit dem Genuss von Substanzen beginne und woraus wegen körperlicher oder psychischer Abhängigkeit dann Sucht entstehen könne. Bei regelmäßigem Cannabiskonsum sind „die Folgen ganz häufig Schädigung des Gehirns, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Verwirrtheit, Panikattacken oder Psychosen“, warnte Polizeioberkommissar Winfried Gehrig. Er belehrte auch über die rechtlichen Bestimmungen in Deutschland sowie die Konsequenzen bei Zuwiderhandeln. Dennoch dürften die SchülerInnen sich am Ende nicht belehrt gefühlt haben, denn sie wurden immer wieder geschickt in den Vortrag eingebunden und konnten jederzeit auch Fragen stellen. So fanden sie auch auf Nachfrage sinnvolle Alternativen zum Drogenkonsum: „Freunde, Sport, Familie“.