26.02.2018 | Das Nibelungenlied kann nicht unbedingt als jugendnaher Stoff gelten. Erklärt man den historischen Hintergrund des bekannten Versepos, Probleme wie Rangstreitigkeiten zwischen Königinnen und den Untergang eines germanischen Volkes im Zuge der Völkerwanderung, schweifen Schüler zu Recht schnell ab.

Da hilft es wohl auch nur wenig, wenn man darauf verweist, dass das Nibelungenlied seit 2009 als Weltkulturerbe gilt. Hellhörig werden Schüler aber bereits, wenn sie von den mythischen Elementen der Geschichte hören, wie Drachen, Zwerge und Wunderwaffen.

Volle Aufmerksamkeit erreichte Tino Leo jedenfalls durch die actionreiche Darbietung des Sagenstoffes in seiner unnachahmlichen Ein-Mann-Show, wie er sie am vergangenen Freitag in der Bibliothek des Balthasar-Neumann-Gymnasiums abzuliefern wusste. Mit Hilfe des Fördervereins konnte der Künstler wieder eingeladen werden. Das Stück „Ich bin nicht Siegfried“ von Jürgen Flügge wurde durch Tino Leo zum vollen Erfolg.

Denn dabei schlüpfte der Berufsschauspieler in die verschiedenen Charaktere der Sage und erzählte so die Geschichte von Siegfried, Kriemhild, Gunther, Hagen und co. mitreißend und eindrucksvoll. Mal als außenstehenden Reporter, der die Ereignisse kommentierte, mal als grimmigen Hagen von Tronje, der schnell den Entschluss gefasst hatte, Siegfried zu beseitigen, sahen die Schüler der siebten Jahrgangsstufe des BNG den Darsteller. So erlebten sie die Ereignisse rund ums Nibelungenlied bis zum Untergang der Burgunden durch die rachsüchtige Königin Kriemhild hautnah und in verständlicher Jugendsprache. Auch in der folgenden Aussprache zeigte sich das große Interesse der Schüler, sodass das Versepos auf diesem Weg wohl noch lange im Gedächtnis bleiben dürfte.

„Ich fand die Vorstellung von Tino Leo toll, weil er das Nibelungenlied lebendig und lustig vorgestellt hat. Außerdem hat mich beeindruckt, dass er sich in vierzehn Rollen hineinversetzt hat und für jede eine andere Stimme hatte.“ (Lara Burkhart)

Ich fand es sehr gut. Jeder Charakter hatte seine eigene Stimme und Eigenschaften.“ (Levin Lang)

„Zu allen Personen des Stückes wurden Eigenschaften gezeichnet, so dass man verstehen konnte, warum er in dieser Situation so gehandelt hat.“ (Romana Jeßberger)

„Ich fand es gut, dass er es so dargestellt hat, als ob er ein Moderator wäre und das Stück gerade im Fernsehen laufen würde.“ (Lauri Jopp)

„Ich fand das Stück sehr aufregend und schön gestaltet. Im Unterricht wurde dies eher erklärt und war unspektakulär, doch jetzt war es spannend“ (Julius Wamser)

„Ich fand, Tino Leo hat uns das Nibelungenlied sehr spannend vorgestellt und zudem noch auf eine sehr lustige Art, da er es sprachlich sehr modern erzählt hat und vor allem sehr lustige Sachen eingebaut hat.“ (Cornelia Rösch)

„Es war cool, dass so ein Moment wie ein Kampf mit einer Papierrolle und zwei Stiftkappen umgesetzt wurde.“ (Raphael Heim)

 „Er hat es für Jugendliche sehr interessant gestaltet, indem er es nicht einfach vorliest, sondern eine Fernsehshow aus der Geschichte macht.“ (Johanna Nickel)

„Die Stimmung im Publikum war so gut wie immer gut, da er witzige Sachen eingefügt hat und mal leise gesprochen hat und dann mit einem plötzlichen Schrei das Publikum aufgerüttelt hat.“ (Niklas Endres)

„Ich würde das Stück jedem weiterempfehlen.“ (Luis Wehr)

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