12.04.2019 | Theorieunterricht so anschaulich wie noch nie – erlebten die Mitglieder des Additum Sport-Kurses der Q11 am letzten Freitag im März 2019. Zusammen mit ihrem Kursleiter U. Riedel besuchten die zwölf Schüler*innen eine Trainingseinheit der der erfolgreichen Bundesligamannschaft von s.Oliver Würzburg.

Auf der Bank in der Halle Platz genommen studierten die Schüler*innen ihre Beobachtungsaufgaben. So sollten sie z.B. die Rolle und Arbeitsweise der vier Trainer sowie den Aufbau und die Inhalte der Trainingseinheit analysieren. Nach nur wenigen Minuten kam mit Stephen Arigbabu ein Co-Trainer und ehemaliger Nationalspieler bei der Gruppe vorbei, um sich ihre Notizzettel anzusehen und grinsend zu kommentieren. Ansonsten wirkten die Spieler, Trainer und insgesamt die Atmosphäre in der Halle aber sehr konzentriert, professionell und kameradschaftlich.  Lediglich beim Zirkeltraining konnte beobachtet werden, dass nicht alle Übungen mit vollem Einsatz absolviert wurden, sondern sich die Spieler fast wie Schüler bisweilen im Sportunterricht benahmen und ein bisschen herumalberten – ein Zeichen von guter Laune und Stimmung. Nach Drills für den Wurfrhythmus in Kleingruppen folgte eine Einheit im Fünf gegen Null zur Automatisierung von Laufwegen in verschiedenen Spielsystemen.

Am Ende des Trainings stand dann noch ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf das nächste Spiel in Jena auf dem Programm: Die Videoanalyse des kommenden Gegners und das Einüben der Verteidigung gegen dessen Spielsysteme auf dem Feld. Eine spannende Sache nur für echte Basketballfachleute, wie die Schüler*innen danach bekannten, aber wie sich zeigen sollte eine gelungene, den das Auswärtsspiel wurde am nächsten Tag mit 82:78 gewonnen.

Nach zwei Stunden konzentrierter Trainingsarbeit nahm sich neben den Profis Felix Hoffmann und Johannes Richter auch noch Trainer Denis Wucherer Zeit, um die Fragen der Schüler*innen zu beantworten. Dabei plauderten die Spieler auch ein bisschen aus dem Nähkästchen und verrieten einige ihrer Rituale („Vor dem Spiel esse ich immer Spagetti Bolognese“) und dass sie lieber eine lange Trainingseinheit (bis zu 3 Stunden!) pro Tag absolvieren, als wie unter anderen Trainern üblich vormittags und spätnachmittags zu trainieren. Von Coach Wucherer erhielten die Schüler*innen dann einige kleine Einblicke in seine Trainingsplanung und –rhythmisierung und dass Vertrauen in seine Spieler, die er schließlich selbst ausgesucht habe, ein wichtiger Aspekt seines Verhaltens als Coach darstellt.

Anschließend nahm der Kurs gut gefüllte Stichpunktzettel und viele interessante Eindrücke aus der Würzburger Halle mit ins Wochenende.

Danke an die Verantwortlichen und Spieler von s.Oliver Würzburg für diese einmalige Gelegenheit und die freundliche Begegnung.